Trainingstag für Führungskräftekommunikation – Strategie, die im Team ankommt
07.10.2026 von Sebastian Riedel
Warum Führungskräftekommunikation für interne Kommunikation wichtig ist
Führungskräftekommunikation ist für die interne Kommunikation zentral, weil Führungskräfte an einer entscheidenden Schnittstelle stehen: Sie kennen Richtung und Entscheidungen des Unternehmens. Zugleich erleben sie, welche Fragen, Unsicherheiten und praktischen Herausforderungen im Team entstehen.
Damit verbinden sie zwei Bewegungen: Sie übersetzen Orientierung aus dem Unternehmen in den jeweiligen Teamkontext und geben Resonanz aus dem Arbeitsalltag zurück. Führungskräftekommunikation ist deshalb keine Einbahnstraße. Sie hilft der Organisation, nicht nur Botschaften zu senden, sondern auch wahrzunehmen, was davon ankommt und wo Klärung nötig ist.
Die Rolle der Führungskräfte in der internen Kommunikation steht im Zentrum der PR-Werkstatt 05/2026 mit dem Titel „Führungskräftekommunikation“. Sarah Otto, Georg Kolb und Sebastian Riedel beleuchten darin, warum Führungskräfte für die interne Kommunikation eine strategische Rolle spielen und was es braucht, damit sie diese Rolle wahrnehmen können. Unter anderem beschreiben sie fünf kommunikative Kompetenzen, die heute den Unterschied machen.
Wenn sich Strategien und Arbeitsweisen verändern
Das ist besonders relevant, wenn sich Strategien, Prozesse oder Arbeitsweisen verändern. Mitarbeitende wollen verstehen, was eine Entscheidung für ihre Aufgaben bedeutet. Ein Briefing oder eine Intranetmeldung kann dafür eine wichtige Grundlage sein, ersetzt aber nicht die Einordnung und den Dialog im Team.
Mögliche Anlässe sind zum Beispiel:
- eine Transformation oder strategische Neuausrichtung
- die Kommunikation neuer Prozesse
- eine Team-Ansprache im Anschluss an eine Townhall
- der regelmäßige Austausch zu Zielen und Fortschritt
Unsere Haltung: Führungskräfte nicht alleinlassen
Wenn Führungskräfte kommunizieren sollen, reicht es nicht, ihnen eine Botschaft oder Präsentation weiterzureichen. Sie brauchen Klarheit darüber, welche Rolle sie übernehmen, welchen Kontext sie vermitteln sollen und wie sie Fragen aus ihren Teams zurückspielen können.
Bei Klenk & Hoursch verstehen wir kommunikative Befähigung daher nicht als isolierte Aufgabe einzelner Führungskräfte. Sie ist auch eine Aufgabe der Organisation: Kommunikation muss in den Führungsalltag passen und durch passende Inhalte, Austausch und klare Erwartungen unterstützt werden. Dafür sollten interne Kommunikation, Personalentwicklung und Organisationsentwicklung ihre Perspektiven zusammenbringen, statt Führungskräftekommunikation als Einzelmaßnahme zu behandeln.
Das heißt nicht automatisch, zusätzliche Termine in ohnehin dichte Kalender zu setzen. Viele Kommunikationsmomente finden bereits statt – im Teammeeting, im Jour fixe oder unmittelbar nach einer Entscheidung. Wichtig ist, diese Anlässe bewusster zu nutzen und Führungskräften Kontext und Orientierung zu geben: Was ist entschieden, was ist noch offen und wie finden Beobachtungen aus dem Team ihren Weg zurück in die Organisation?
Der Trainingstag lässt sich bei Bedarf zu einer mehrphasigen Serie ausbauen – wie bei diesem Projekt, das über zwei aufeinander aufbauende Phasen angelegt war. Es zeigt, wie sich die Befähigung an den Umfang und den Kontext einer Organisation anpassen lässt.
Häufige Fragen zum Trainingstag
Für wen eignet sich das Training?
Für Organisationen, die Führungskräfte – insbesondere im mittleren Management – für interne Kommunikation, Strategie- oder Veränderungskommunikation stärken möchten.
Wird mit konkreten Fällen aus dem Unternehmen gearbeitet?
Ja, das Training wird an einer konkreten Kommunikationsaufgabe ausgerichtet und nutzt realitätsnahe Situationen aus dem Führungsalltag.
Ist der Trainingstag ein standardisiertes Programm?
Nein. Anlass, Zielgruppe und Kommunikationsaufgabe bestimmen die inhaltliche Ausgestaltung und die Übungen.
Wie wird der Transfer in den Alltag unterstützt?
Am Ende halten die Teilnehmenden konkrete nächste Schritte fest. Je nach Bedarf können Follow-ups oder Austauschformate ergänzt werden.
Führungskräftekommunikation wirksam stärken?
Lassen Sie uns über Ihre Situation sprechen. Gemeinsam klären wir, welcher Trainingsrahmen zu Ihrem Anlass und Ihren Führungskräften passt.
Führungskräftekommunikation ist Teil wirksamer interner Kommunikation
Führungskräfte sind weder bloße Übermittler:innen zentraler Botschaften noch Ersatz für die interne Kommunikation. Ihre besondere Rolle liegt darin, Unternehmensrichtung und Teamalltag miteinander zu verbinden. Damit das gelingt, müssen Kommunikation und organisatorische Rahmenbedingungen zusammengedacht werden.
Wie sich diese Rolle in einer konkreten Kommunikationssituation praktisch stärken lässt, zeigen wir auf unserer Seite zum Trainingstag für Führungskräftekommunikation.