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Neues Verhältnis von Kommunikation und Kollaboration

Seit der Corona-Pandemie ist die Bedeutung der internen Kommunikation gestiegen. In Situationen permanenter Veränderung hat sich der Kommunikationsbedarf in Unternehmen erhöht. Gleichzeitig ist das Thema Kollaboration in den Fokus gerückt. Nun stellt sich die Frage, wie sich die beiden Bereiche zueinander verhalten.

  • Interne Kommunikation
  • Enterprise 2.0 & Digital Workplace

Das Thema digitaler Arbeitsplatz steht bei vielen Unternehmen schon länger auf der Agenda. Durch die Coronakrise ist es um eine einige Plätze auf der Liste nach vorne gerückt. Durch den oftmals abrupten Wechsel der Belegschaft ins Homeoffice wurden Kollaborationsplattformen wie Microsoft (MS) Teams in Unternehmen im Frühjahr 2020 schnell ausgerollt. Auch die interne Kommunikation ist zu einem Akteur auf der Bühne dieser Plattformen geworden. Die Anzahl an Kanälen zur Kommunikation bzw. Kollaboration ist noch einmal gestiegen.

Hier gilt es, Klarheit zu schaffen und ein integriertes Konzept zu entwickeln, wie sich die Plattformen sinnvoll ergänzen und welcher Kanal den zentralen Hub bildet, der als Absprungort in die verschiedenen Tools dient. Im Prozess der Implementierung des digitalen Arbeitsplatzes bringen interne Kommunikatoren oft gute Voraussetzungen mit, um die Rolle des Moderators zu übernehmen. Es empfiehlt sich, hier die wichtigsten Stakeholder von Geschäftsführung über IT und HR bis hin zur Kommunikation in einem Lenkungskreis an Bord zu holen. Das hilft dem integrierten Ansatz sehr.

Balance zwischen Beteiligung und Information

Die Corona-Pandemie hat auch zu einem Anstieg der Beteiligungsmöglichkeiten für Mitarbeiter:innen in der internen Kommunikation geführt. Kollaborationsplattformen wie MS Teams sind neben Social Intranets ein Treiber dieser Entwicklung. Mitarbeiter:innen können ihre frühere Rolle als stummes Publikum ablegen und zu aktiven Kommunikatoren werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie ein gutes Verhältnis zwischen Beteiligung und Information in der internen Kommunikation aussieht. Für Unternehmen ist es in volatilen Zeiten zentral, regelmäßig Feedback aus der Belegschaft zu erhalten. Unternehmen, die in der Struktur eines sozialen Netzwerks organisiert sind und so kommunizieren, können hierdurch in unsicheren Zeiten beweglicher agieren.

Mehr Stimmen bedeuten allerdings auch mehr Content und Unübersichtlichkeit. Mitarbeiter:innen haben weiterhin das Bedürfnis neben den News aus dem Kollegennetzwerk auch Botschaften von der Geschäftsführung zu erhalten. Je nach Geschäftsmodell müssen die Unternehmen ihre individuelle Balance zwischen Netzwerkkommunikation und hierarchischer Kommunikation finden. Beide sind unverzichtbar. In Veränderungsprozessen kommt der Netzwerkkommunikation eine größere Bedeutung zu. Wo ein bewährtes Geschäftsmodell im Betrieb ist, spielt die hierarchische Kommunikation eine größere Rolle.

Mit diesen und weiteren Fragen, die gerade auf der Agenda der internen Kommunikation stehen, beschäftigt sich unser Kollege Georg Kolb in einem Artikel im KOM – Magazin für Kommunikation: Wie können wir zu den Mitarbeiter:innen durchdringen? Wie kriegen wir möglichst viele Kolleg:innen dazu, sich für Veränderungen zu engagieren? Wann waren wir in der internen Kommunikation erfolgreich?

Pia Neef

Consultant


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