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The Fail of Social Intranets

von Volker Klenk

Ein Startup startet durch: Yammer, das Face­book für Firmen. Das war vor ein paar Jahren. Dann lässt sich das Startup für 1,2 Mrd. Dollar von Microsoft kaufen. Das war in 2012. Auf der re:publica verkündet der Software­riese drei Jahre später in einem Panel: »Die Firmen nutzen es nicht. Die erste Welle ging schief.« Tweet:

Mitarbeiter verweigern sich aus Angst

In dem launigen Zwie­gespräch von Thorsten Hübschen und Holm Friebe kommen die Gründe auf den Tisch. Viele Mitarbeiter verweigern sich dem Tool schlicht aus Angst, dass die Chefs den formellen und informellen Austausch mitlesen. Es braucht für erfolg­reiche Digital Workplace-Implemen­tierung also nicht nur kluge und lang­fristige begleitende Kommuni­kation sowie Anleitungen zu how-to-do-it, sondern vor allem eine angst­freie Unter­nehmens­kultur.

Darüber hinaus muss die subversive Kraft der Social Intranets gewollt sein – von oben, wie man so schön sagt. Das heißt: Struk­turen gleich mit ändern. Zulassen, dass Hierarchien unter­spült werden.

Das Tool ist nicht die Lösung

Und noch eine Warnung wurde gleich mitge­liefert an die Technik-Utopisten in großen und kleinen Unter­nehmen: funk­tioniert ein vernetztes, Hierarchie über­greifendes Arbeiten heute noch nicht, dann wird daran auch eine Social Software nix ändern. Merke: Das Tool ist dann nicht die Lösung.

Von klein nach groß

Gute Erfahrungen haben Unter­nehmen gemacht, indem sie nicht gleich das Ganze trans­formieren wollten, sondern in kleinen Schritten vor­gingen. Das nennt man wohl »best practice«. Kleine Communities beginnen mit der neuen digitalen Innen­welt zu spielen. Ja, spielen. Dann zu arbeiten. Die Mitarbeiter lernen den Umgang, den Nutzen und erste Erfolge aus kollaborativen Projekten werden sicht­bar. So entsteht Neugierde und Lust in angrenzenden Abteilungen und Kollegen. Dann kommen Fragen wie: Warum haben wir das nicht?

Dann ist man auf einem guten Weg. Microsoft #OutofOffice gibt sich sicher: Das wird schon noch!

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