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PR Report Awards 2017 (Teil 1): Leuchtfeuer statt Strohfeuer

von Daniel J. Hanke

Awards, das bedeutet doch: Alle lügen sich gegen­seitig die Taschen voll, feiern sich dafür auf todlang­weiligen Galas auch noch selbst und am Ende gewinnen die Sponsoren der Kategorien. Stroh­feuer der Eitel­keiten. Wir dachten viele Jahre auch so. Deshalb war unsere Maxime: Awards nur, wenn der Kunde will. Keinen Aufwand treiben, keine Ressourcen verschwenden. Denn: »If you do work for clients, it will lead to other work for other clients.« So steht es an unseren Wänden in Frankfurt, München und Hamburg.

»If you do work for clients, it will lead to other work for other clients.«

Man kann Awards auch im Jahr 2017 noch für eine über­flüssige Selbst­bespiegelung von profil­neurotischen Agentur­typen halten. Wir haben unsere Meinung vor einigen Jahren geändert. Wir finden, aus Stroh­feuern wurden Leucht­feuer der Branche. Deshalb reichen wir mittler­weile bei zwei Hand­voll deutschen und inter­nationalen Wett­bewerben ein. Für diese Meinungs­änderung gibt es vier Gründe:

1. Die Awards sind besser geworden

Keine Frage, unsere Branche professio­nalisiert sich kontinuier­lich. Mittler­weile gibt es eine Viel­zahl von neuen, spannenden und relevanten Studien­gängen. Es gibt eine ganze Menge von großen und kleinen Kommuni­kation-X.0-Vorreitern auf Unter­nehmens- und Agentur­seite. Es gibt neue Awards, die sich aus dem Stand etabliert haben, wie beispiels­weise der Deutsche Preis für Online­kommunikation. Und es gibt traditions­reiche Awards, die sich erfolg­reich entwickelt haben, allen voran der Internationale Deutsche PR-Preis und der PR Report Award. Logische Folge: Die Relevanz der Auszeich­nungen steigt, die Anzahl der Einreichungen eben­falls. Die Galas sind wichtige Networking-Anlässe.

2. Awards helfen auf die Longlist

Vor zehn Jahren waren unsere Auftrag­geber entweder der Presse­sprecher oder die Leiterin Unter­nehmens­kommuni­kation. Heute bauen wir ein Social Intranet mit dem Leiter IT, begleiten eine Restrukturierung mit dem Personal­vorstand, unter­stützen die Fach­abteilung mit einem Event, coachen einen Produktions­vorstand in seiner neuen Rolle und richten die Facebook-Strategie mit der Marketing­chefin neu aus. Ein großer Teil unserer Kunden stammt also gar nicht mehr aus der alten Welt der PR. Wer seine Longlist möglicher Dienst­leister für ein neues Projekt zusammen­stellt, bittet zuerst Branchen­kollegen um persön­liche Empfeh­lungen. Dann werden Infos zusammen­getragen, gesichtet, gewichtet, verdichtet. Neben Rankings, Cases Studies, Kunden­stimmen und Branchen­expertise gehören immer öfter auch Awards dazu.

3. Wir wollen ständig besser werden

Als Beratung arbeiten wir nach quanti­tativen und quali­tativen Zielen. Zu den quanti­tativen gehört, dass wir jedes Jahr stärker wachsen wollen als der Markt. Zu den quali­tativen gehört unter anderem, bei Qualität und Kreativität zu den Besten im Markt zu gehören. Wie kann man das operationali­sieren? Zum Beispiel indem wir unsere Kunden jedes Jahr ausführ­lich nach ihrer Zufrieden­heit fragen. Oder indem wir uns bei Awards dem direkten Vergleich mit dem Wett­bewerb stellen.

4. Die »Markt­begleiter« sind aktiver geworden

Wenn plötz­lich eine Agentur anfängt, bei so gut wie jedem Award ganz viele Projekte einzu­reichen, die auch noch gut und professionell aufbereitet sind, ist das Ergebnis klar: Drei Jahre später ist sie einfach »Deutsch­lands meist­prämierte Kommuni­kations­agentur«. Andere Agenturen haben dann offensicht­lich schnell gemerkt, dass die gelbe Gefahr gar nicht aus Berlin, sondern aus Hamburg kommt und nach­gezogen. Wir auch. Denn: Wer nicht einreicht, hat schon verloren. Oder wie es Wayne Gretzky von unseren Wänden ruft: »You miss 100% of the shots you don’t take!«

»You miss 100% of the shots you don’t take.«

Zu guter Letzt gehört auch noch zur ganzen Award-Wahr­heit: Gewinnen macht Spaß und macht stolz. Kunden genauso wie Mitarbeiter. Wir sind alle mit viel Leiden­schaft und großem Einsatz dabei – da darf das Feiern nicht zu kurz kommen. Im Gegenteil: Das Feiern darf über­haupt und auf gar keinen Fall zu kurz kommen!

Am Donnerstag erscheint der 2. Teil dieser Blogpost: »PR Report Awards 2017: 6 Praxis­tipps für erfolg­reiche Bewerbungen«.

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