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Nachhaltigkeit muss für Konsumenten interessanter werden

von Inka Heitmann

CSRCamp2016 Sessionboard

Wie können Unter­nehmen CSR-Kommunikation für den Verbraucher interessanter gestalten und welche Chancen und Heraus­forderungen ergeben sich dabei? Um über diese Frage zu diskutieren, haben wir uns am 25. Januar auf den Weg zum CSRcamp nach Berlin gemacht. CSR, also Corporate Social Responsibility, war Thema des BarCamps, das zum zweiten Mal in der Event­location Jerusalem­kirche stattfand. Was genau ein BarCamp ist, erklärt unser Blogpost.

Chancen und Heraus­forderungen für CSR-Kommunikation

Eine kurze Umfrage zu Beginn unserer eigenen Session zum Thema »Customer first? – Chancen und Heraus­forderungen für CSR-Kommuni­kation« zeigte: Kaum einer der Teilnehmer hat privat schon einmal in den gedruckten Nach­haltigkeits­bericht eines Unter­nehmens hinein geschaut. Grund genug, darüber zu diskutieren, welche Chancen sich für Unter­nehmen ergeben, wenn Sie ihre Nach­haltigkeits­kommuni­kation vorrangig an den End­verbraucher richten. Gleich­zeitig ging es aber auch darum, mögliche Heraus­forderungen zu betrachten. Nach einer kurzen Workshop-Phase hatten die Teil­nehmer die für Sie wichtigsten Chancen und Heraus­forderungen identifiziert.

  • Auf der Chancen­seite standen dabei positives Feedback in Form eines Candy­storms sowie ein möglicher Transparenz- und Glaub­würdigkeit­sgewinn für das Unter­nehmen. Zusätz­lich kann die Nach­haltigkeits­kommuni­kation mit dem Endverbraucher Dialoge anstoßen und eine stärkere Partizipation relevanter Stakeholder ermög­lichen.
  • Herausforderungen sahen die Teilnehmer darin, glaub­würdig zu kommunizieren, die benötigten Ressourcen im Unter­nehmen bereit­zustellen und die richtige Balance zwischen Emotionen und Fakten zu finden. Darüber hinaus gilt es, sich auch mit kritischem Feedback auseinander zu setzen und transparent damit umzugehen.

Quelle: Twitter, @MBraeuhofer / Manuel Bräuhofer

Digitale CSR-Kommuni­kation ermöglicht es Unter­nehmen, Vertrauen bei ihren Kunden aufzubauen, in einen direkten Dialog mit ihnen zu treten und noch schneller mit den relevanten Stake­holdern zu kommunizieren. Darüber hinaus bieten persön­liche Mitarbeiter-Geschichten die Möglich­keit, Nach­haltig­keits­themen anschaulicher darzu­stellen und über das Berichten »trockener« Zahlen hinaus­zugehen. Wie Social Media und CSR mitein­ander verbunden werden können, zeigt das gleichnamige Buch, das 2014 in der Management­reihe Corporate Social Responsibility im Springer-Verlag erschienen ist.

Nachhaltigkeits­bericht im Online-Format

Als Beispiel für die Ausrichtung der CSR-Kommunikation auf den Endver­braucher zeigten wir eines unserer jüngsten Projekte, den Bericht zur Nach­haltig­keit der Bitburger Braugruppe. Dieser erschien Ende 2015 als Online-Magazin mit einem begleitenden Print-Booklet. Relevante Zahlen und Nach­haltig­keits­themen werden darin durch Bilder, Bewegt­bild und persön­liche Mitarbeiter-Geschichten aus dem Unter­nehmen ergänzt.

CSRCamp2016Themen-Vielfalt auf dem CSR-Camp

Weitere Sessions auf dem Barcamp-Programm: Corporate Volunteering, wirkungs­vollen Stakeholder-Dialogen und Solidarität mit Flücht­lingen am Beispiel des FC Internationale Berlin. Gerade beim letzten Thema zeigte sich in der Session: Es fehlt Unter­nehmen an Best-Practice-Beispielen, an denen Sie sich für ihr eigenes Engagement für Flücht­linge orientieren können. Außerdem ist es schwierig, alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen und das Thema voranzu­treiben. Hinweise dazu, welche Punkte Unter­nehmen in diesem Zusammen­hang berück­sichtigen sollten, finden sich in unserem Blogpost »CSR in der Flüchtlings­krise: Glaub­würdiges Engagement statt blindem Aktionismus«.

Quelle: Twitter, @CNillies / Carsten Nillies

Was wir vom CSRcamp16 mitnehmen

Wie schon im vergangenen Jahr waren nur wenige Unter­nehmens­vertreter vor Ort. Der Besuch eines CSR-Camps lohnt sich aber auch für CSR- und Nach­haltig­keits­verant­wortliche aus den Unter­nehmens­reihen, um eigene Projekte vorzustellen, Ideen zu diskutieren und sich neue Anregungen für den Arbeits­alltag zu holen. Eine gute Gelegen­heit, einmal über den eigenen Teller­rand hinaus zu schauen. Tweet:

Außerdem steht für uns fest: CSR muss noch näher an Mitarbeiter, Endver­braucher und andere relevante Stakeholder heran­getragen werden, um als relevant wahr­genommen zu werden. Dazu kann digitale CSR-Kommuni­kation einen wichtigen Beitrag leisten.

Inka Heitmann ist Junior Consultant bei Klenk & Hoursch in Frankfurt und schwerpunkt­mäßig in den Bereichen Responsibility & Sustainability und Online & Media Relations tätig.

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