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Drei Checklisten: BarCamps für Unternehmen

von Frank Hamm

Nicht nur Spaß: BarCamps bieten Unternehmen konkreten Nutzen.

In dem Beitrag »Was ist ein BarCamp?« haben Sie erfahren, welche Besonder­heiten ein BarCamp hat und wie ein BarCamp typischer­weise abläuft. Doch welchen Nutzen bringt Ihnen als Mit­arbeiter oder Ihrem Unter­nehmen ein BarCamp?

Auch wenn das BarCamp-Konzept Neulingen den Eindruck ver­mittelt, dass alles sehr chaotisch ab­läuft, so gibt es inzwischen viele »BarCamper« mit vielen posi­tiven Erfah­rungen. Die Teilnehmer selbst bestimmen die Themen und den Ablauf. Gerade die unter­schiedlichen Interessen und Personen sorgen für neue Infor­mationen, neues Wissen, neue Erkennt­nisse, neue Bekannt­schaften und manchmal für neue Freund­schaften.

Checkliste 1: Nutzen

Unternehmen können das Engagement und die informelle Art des »Wissens­managements« für sich nutzen. Gleich, ob Sie als Mitarbeiter unterwegs sind, oder ob Ihr Unternehmen sich für BarCamps interessiert, dies sind die Vorteile eines BarCamps für Unternehmen:

  • Fortbildung für Mitarbeiter
    Als zuständiger Mitarbeiter für bestimmte Themen oder Prozesse können Sie sich unkom­pliziert fort­bilden und Ihr Wissen vertiefen.
  • Einar­beitung in neue Themen
    Zur Einar­beitung in ein neues Thema treffen Sie hier auf Experten, die gerne ihr Wissen teilen und dabei auch von Ihnen lernen. Denn oft gehen gerade Neu­linge unkon­ven­tionelle Wege und stellen neugie­rige Fragen. Sie als Neuling werden deswegen auf keine Vorbe­halte treffen.
  • Networking und Austausch zu Themen
    Der lockere Umgangston auf BarCamps erleichtert es, Kontakte zu knüpfen. Verlängern Sie die Kaffee­pause und unter­halten Sie sich mit Experten. Diese Kontakte sind Ihr »präventiver Wissens­speicher«, auf den Sie später für sich und für Ihr Unter­nehmen zurückgreifen können.
  • Über den Tellerrand schauen
    Nehmen Sie nicht nur an Sessions teil, deren Themen Ihnen gut bekannt sind. Bleiben Sie einfach einmal im Raum sitzen und lassen Sie sich vom nächsten Thema über­raschen. Meine Erfahrung zeigt, dass auch dieses Wissen später einmal sehr hilfreich sein kann. Und wenn Ihnen diese Session nicht gefällt, gehen Sie nach zehn Minuten einfach zum Networking. Das gehört beim BarCamp dazu.
  • Employer Branding
    Für Ihr Unternehmen ist ein BarCamp eine gute und meistens kosten­günstige Möglichkeit, sich als Arbeit­geber zu posi­tionieren. Entweder allgemein als Unter­nehmen oder speziell zu bestimmten Themen. Oder Sie zeigen regional Flagge, wenn das BarCamp in der Stadt Ihres Unter­nehmens­sitzes stattfindet.
  • Recruiting
    Bei einer guten Analyse von Themen und Teil­nehmern können Sie BarCamps zum Recruiting nutzen. Entweder für später oder ganz konkret vor Ort.
  • Image und Reputation
    Sie zeigen, dass Sie ein modernes Unter­nehmen sind, das sich mit aktuellen Themen und Trends beschäftigt, und dass kompe­tente Mitarbeiter wertvolle Beiträge einbringen können.

Checkliste 2: Analyse

Bevor Sie sich als Mitarbeiter oder Unternehmen für eine Teil­nahme entscheiden, sollten Sie eine kurze Analyse vornehmen:

  • Sind Sie neugierig geworden und wollen sich zunächst allgemein mit dem Format bekannt machen?
  • Wen oder was wollen Sie erreichen (siehe oben)?
  • Welche Themen sind für Sie und Ihr Unter­nehmen interessant?
  • Welche Trends kommen auf Ihr Unter­nehmen zu?
  • Welche Personen sind für Ihr Unter­nehmen interessant oder könnten es sein?
  • Welche BarCamps gibt es, die mit den vorhe­rigen Punkten zu meinen Absichten passen? Wann finden diese BarCamps statt? Hinweise dazu finden Sie im ersten Teil. und auf Barcamp-Liste.de.

Checkliste 3: Umsetzung

Wenn Sie sich über Ihre Absichten klar geworden sind, sollten Sie sich über­legen, wie Sie sie umsetzen können:

  • Eigene Teilnahme an einem BarCamp
    Nehmen Sie zuerst einmal selbst an einem BarCamp teil, um ein Gefühl für diese Veranstaltungs­form zu gewinnen.
  • Teilnahme weiterer Kollegen an BarCamps
    Wenn Sie das Format überzeugt (und das wird es!), sprechen Sie mit Führungs­kräften und Mitar­beitern und werben Sie für die Teilnahme weiterer Kollegen.
  • Sponsoring eines BarCamps
    Wirken Sie nicht nur durch den Auftritt von Mitarbeitern als Teilnehmer sondern präsen­tieren Sie sich als Unternehmen, indem Sie ein zu Ihnen oder Ihren Themen passendes BarCamp sponsorn. Im Gegen­zug erhalten Sie beispiels­weise Logo­platzierungen, Erwäh­nungen auf dem BarCamp oder die Möglichkeit eines Standes auf dem BarCamp. Weitere Beispiele finden Sie beim BleibGesundCamp.
  • Orga­nisieren eines BarCamps
    Wenn es kein passendes BarCamp gibt oder Sie als Unter­nehmen besonders hervor­stehen möchten, dann orga­nisieren Sie selbst ein BarCamp. Wenn Sie beispiels­weise dazu den Veranstaltungs­ort in Ihrem Unternehmen sponsorn, ist Ihnen die volle Aufmerk­samkeit der Besucher gewiss. Holen Sie sich erfahrene BarCamper oder BarCamp-Orga­nisa­toren ins Boot.
  • Die Kür: Ein unternehmens­internes BarCamp
    BarCamps sind als für jeden offene Veran­staltungs­form entstanden. Inzwischen jedoch gibt es viele Unternehmen, die diese Veran­staltungs­form zum Wissens­austausch, zur Ideen­findung und zum Networking innerhalb ihres Unternehmens nutzen. So hat beispiels­weise die Telekom mehrere interne BarCamps veranstaltet.

Weitere Infor­mationen finden Sie in der aktuellen April-Ausgabe des Fach-Magazins »unternehmer WISSEN« unter anderem in dem Leitartikel »BarCamps – Chancen für Unternehmer« von Jan Theofel, selbst Orga­nisator von BarCamps. Das PDF-Magazin können Sie auf der Website von »unternehmer WISSEN« herunter­laden.

  • Waren Sie bereits als Mitarbeiter auf einem BarCamp (auf welchem?)?
  • Was konnten Sie für Ihr Unternehmen und für sich davon mitnehmen?
  • Hat Ihr Unternehmen Erfah­rungen mit BarCamps? Wenn ja: welche?

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