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Das Social Intranet Board

von Georg Kolb

Foto: Vier an einem Strang, CC BY 2.0 flickr User Daniel Oines

Im letzten Post hatte ich ausgeführt, dass für den Erfolg von Social Intranets vier Perspek­tiven zusammen­kommen müssen: Business, Kultur, Techno­logie und Kommuni­kation. Natürlich exis­tieren sie alle innerhalb jeder Organi­sation, aber die Heraus­forderung besteht darin, sie gemeinsam in einen beständigen Arbeits­fluss zu bringen. Anwendungs­fälle (Use Cases) sind der natürlichste Weg, um sie auf der Sach­ebene zu inte­grieren. Aber wir brauchen auch Menschen, die diese Perspek­tiven im Laufe des Projekts repräsen­tieren.

Social Intranet Boards

Es ist durchaus möglich, dass die Social Intranet Projekt­leitung nur einen der vier Erfolgs­faktoren repräsen­tiert, zum Beispiel Techno­logie oder Kommuni­kation. Allerdings müssen die drei anderen dann eine institutio­nalisierte Plattform zur Mit­wirkung haben. Leider haben wir momentan keine Gremien dieser Art, zumindest wenn es um Social Intranets geht. Für unsere Projekt­arbeit mussten wir solche Gremien meistens erst schaffen und gaben ihnen Namen wie »Social Media Steering Committee« oder »Social Business Group«. Für unseren Zweck wollen wir sie »Social Intranet Boards« nennen.

Anwendungsfälle als Leitfaden

Abhängig von den wichtigsten Anwendungs­fällen des Intranets müssen die Mitglieder dieses Boards angepasst werden. Wenn es zum Beispiel darum geht, Silos zu überwinden und mehrere Intranet-Infrastruk­turen über Unter­nehmens­abteilungen und –gebiete hinweg zu verein­heit­lichen, dann sollte man sowohl Repräsen­tanten der zentralen als auch der lokalen Unter­nehmens­perspek­tiven im Board haben.

Wenn es um kulturelle Vielseitig­keit und Änderungs­bedürfnisse geht, sollte man Verant­wortliche der HR involvieren, um zu sehen, wie das Projekt von Synergien mit dem Change Manage­ment profitieren kann. HR hat meistens auch eine Schnitt­stelle zum Betriebs­rat, der sich für die Privat­sphäre sozialer Intranets interes­sieren wird, was wiederum einen gewaltigen Einfluss auf Usability-Fragen haben kann.

IT-Spezialisten könnten gebraucht werden, um zu verstehen, wie sich technisch nur regional zugäng­liche Funktionen auf die Usability auswirken. Schließlich sollten zweifellos auch Kommuni­katoren einen Sitz in diesem besonderen Board haben, da eine Menge an Infor­mation und Dialog nötig sein wird, um mit der gewohnheits­mäßigen Arbeit in Silos zu brechen.

Verschiedene Anwendungs­fälle werden also nach jeweils anderen Repräsen­tanten im Social Intranet Board verlangen, doch es wird immer darum gehen, Vertreter aller vier Perspek­tiven von Business, Kultur, Techno­logie und Kommuni­kation zu haben, weil die Akzeptanz der Nutzer von dieser Inte­gration abhängt. Man wird dem Social Intranet Board je nach Umfeld vielleicht einen anderen Namen geben wollen, aber ich denke, dass wir zukünftig mehr von diesen Inte­grations­gremien sehen werden.


Georg Kolb ist Managing Director bei Klenk & Hoursch und schwer­punkt­mäßig im Beratungs­bereich Enterprise 2.0 & Digital Workplace tätig.

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