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CSR-Kommunikation 2.0: Chancen und Risiken

von Sebastian Riedel

Session-Board / © Andreas Schebesta

Das Interesse war groß, am ersten deutschen CSRCamp in der Jerusalem-Kirche in Berlin: Über 100 Teilnehmer – zumeist CSR-Manager, Nach­haltig­keits­berater und Kommuni­kations­experten – folgten dem Aufruf. Inhaltlich bot das Barcamp die ganze Band­breite der aktuellen CSR-Diskussion: Von Nach­haltig­keits­bericht­erstattung über Einfluss von CSR-Aktivi­täten auf die Kauf­ent­scheidung bis hin zu CSR und Marketing.

In unserer eigenen Session zum Thema CSR und Social Media hieß es gleich zu Beginn »Bitte auf­stellen!« Die Teil­nehmer sollten sich zuordnen, ob sie eher Chancen oder eher Risiken bei der CSR-Kommuni­kation via Social Media sehen. Ergebnis dieser kurzen Warm-Up-Übung: ein sehr ausge­glichenes Feld.

Session-Teilnehmer

Chancen: Transparenz und Interaktivität

Social Media ermöglicht es Unter­nehmen, direkten Kontakt zu Ziel­gruppen aufzu­nehmen. Tweet: Das sahen zumindest diejenigen Session-Teilnehmer so, die eine CSR-Kommuni­kation via Social Media eher als Chance verstehen. Fazit der Gruppen­diskussion: transparente Kommuni­kation über Social Media-Kanäle hilft Unter­nehmen, Repu­tation aufzu­bauen. Voraus­gesetzt, sie berück­sichtigen die Spiel­regeln des Social Web: Offen­heit, Inter­aktion und Kommuni­kation auf Augen­höhe.

Risiken: Fehlende Inhalte und Gefahren der Viralität

Für diejenigen, die eher Risiken in der Nach­haltig­keits­kommuni­kation 2.0 sehen, waren die Faktoren eben­falls schnell ausgemacht: Fehlende Substanz ist Nähr­boden für Greenwashing- und Intransparenz-Vorwürfe. Das kann die Reputation gefährden. Zudem ist die Gefahr des Kontroll­verlustes im Social Web hoch. Dort, wo Inhalte fehlen, ist eine Kommuni­kation auf Augen­höhe nicht mög­lich. Das alles sind Voraus­setzungen für einen mög­lichen Shitstorm.

Session: CSR und Social Media / © Andreas Schebesta

Fakt ist: Die nach­haltige strate­gische Ausrichtung ist für immer mehr Unter­nehmen und Organi­sationen alter­nativlos. Tweet: Die fortschreitende Digitali­sierung, und daraus resultierende Transparenz­forderungen, sind Treiber dieser Entwicklung. Wenn also ein Unter­nehmen eher Risiken bei der Kommuni­kation der CSR-Aktivitäten im Social Web sieht, dann ist die Nach­haltig­keits­strategie als Ganzes zu über­prüfen. Denn es geht nicht mehr nur darum, transparent zu kommuni­zieren. Es geht darum, transparent zu sein. Tweet:

Das Thema CSR und Social Media wird im gleich­namigen Buch thematisiert. Neben theoretisch fundierten Informationen haben die Heraus­geber, darunter unser Managing Partner Georg Lahme, eine Viel­zahl an Beiträgen mit praktischen Anwendungs­beispielen zusammen­getragen. Zum Blogbeitrag...


Sebastian Riedel ist Consultant bei Klenk & Hoursch und schwerpunktmäßig im Beratungsbereich Social Media & Digitial Marketing tätig.

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